Canon: Mit EOS R7 und R10 nun spiegellos in die Mittelklasse

2022-06-24 18:54:38 By : Ms. Angelina chen

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von Felix Frank Mai 29, 2022 | 22 Kommentare

Mit der Canon R5 und der R6 brachte Canon vor zwei Jahren den Wechsel zu den spiegellosen Kameras weiter voran. Bereits zuvor führte man für diese den neuen EOS-RF-Objektivmount ein. Nach den Vollformatkameras dringt Canon nun auch spiegellos in die Mittelklasse vor. Das Ergebnis: Die Canon EOS R7 und EOS R10, zwei APS-C-Kameras, die einige Raffinessen wie eine hohe Geschwindigkeit und einen präzisen Autofokus aufweisen sollen. Für Kameras mit APS-C stellt man inzwischen auch neue RF-S-Objektive vor.

In Sachen Autofokus-Technologie soll man da so gut bestückt sein, wie die Vollformat-Modelle. Man setzt da auf den Dual Pixel CMOS AF II und Deep-Learning, um Motive (Fahrzeuge, Tiere oder auch Menschen) zu erkennen. Über die komplette Sensorfläche verfolgt man den Kopf, das Gesicht und auch die Augen, um den Fokus entsprechend zu setzen.

Mit 15 Bildern in der Sekunde setzt man bei den APS-C-Kameras von Canon die Messlatte des mechanischen Verschlusses höher. Beim elektronischen Verschluss sind es sogar noch mehr Bilder pro Sekunde. Bei der R7 ist eine Verschlusszeit von maximal 1/8.000 Sekunde mechanisch bzw. 1/16.000 Sekunde elektronisch möglich – schnell bewegende Motive dürften es danken.

Im Inneren der Kameras werkelt der aktuelle DIGIC X als Prozessor. Mittels RAW-Burst packt dieser auch 30 RAW-Bilder in der Sekunde und lässt aus einer Bildreihe Einzelbilder extrahieren. Spannende Geschichte: Die PreRec-Funktion, die bereits 0,5 Sekunden vor Beginn der Aufnahme aufzeichnet.

Weitere Besonderheit der neuen Kamera-Modelle: Wie einst Sony, so verlagern auch die Canon-Kameras den Bildstabilisator in die Kamera. Dies soll sekundenlange Belichtungszeiten ohne Verwackeln aus freier Hand bieten. Wie bei der R6, R5 und der R3 sei auch bei den neu vorgestellten Modellen eine Kompensation von bis zu acht Belichtungsstufen möglich. Neu mit dabei: Die Möglichkeit, das IS-System zu verwenden, um den Horizont zu nivellieren. Auch der integrierte Panoramamodus greift auf das IS zurück und gleicht Schwenkbewegungen aus.

Die APS-C-Sensoren mit 32,5 Megapixel (Canon R7) bzw. 24,2 Megapixel (Canon R10) wurden neu entwickelt. Insbesondere Sport- und Natur-Fotografen sollen profitieren. Zudem kann man auf diverse Raffinessen wie Dual Pixel RAW, HEIF, Compact RAW und HDR zurückgreifen.

Mit einem Gewicht von 612 Gramm (R7) bzw. 429 Gramm (R10) kommen beide Modelle kompakt daher – speziell im Vergleich zu DSLR-Pendants. Die R7 sei zudem gegen extreme Witterungen geschützt.

Auch Filmen ist bei Canon inzwischen ein Fokus. R7 und R10 können Videos in 4K mit 60 Bildern pro Sekunde aufzeichnen, indem man auf die 7K- bzw. 6K-Sensordaten zurückgreift. Die R7 bietet einen zusätzlichen Crop-Modus und hat bei Videoaufnahmen mit sechs Stunden für 4K 60p den längeren Atem im Vergleich zur R10 (zwei Stunden). Beide Modelle können HDR aufzeichnen (10-Bit). Für Profis ist da eher die R7 etwas, denn die bietet mit Canon Log 3 und Cinema Gamut auch einen flexibleren Eingriff zur Bearbeitung.

Mit dem Umstieg auf die spiegellose Technologie setzt man auf einen elektronischen Sucher. Der weist 2,36 Millionen Bildpunkte auf. Das LCD ist dreh- und schwenkbar. Weitere Besonderheiten? Die R7 hat zwei UHS-II-Slots und kann entweder Sicherungskopien anlegen oder auch Fotos bzw. Videos getrennt speichern bzw. unterschiedliche Formate auf die Karten verteilen. WLAN und Bluetooth sind ebenfalls mit von der Partie. Zudem: USB-C und ein HDMI-Ausgang.

Kostenpunkt der neuen R7? 1.499 Euro – ohne Objektiv versteht sich. Verfügbar ab Juni. Praktisch: Ein EF/RF-Mount-Adapter ist bereits mit dabei. Selbes Spiel auch bei der R10, die kostet 979 Euro. Startet erst ab Juli. Für entsprechende Kits wird ein Aufpreis fällig. Mit dem RF-S 18-45 mm (f/4.5-f/6.3) und dem RF-S 18-150mm (f/3.5-/6.3) bietet man auch günstige Objektive fürs spiegellose APS-C-Segment an. Vorbestellungen sind ab sofort möglich.

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Was bringt mir ein gut ausgestatteter Body ohne die passenden guten Objektive? Nur zwei Dunkelzooms und ohne eine 24mm (KB) Anfangsbrennweite

Passen doch auch sämtliche RF-Objektive der Vollformatfraktion dran. Zudem: Per – wohl sehr gutem Adapter – zudem sämtliche EF/ EF-S-Objektive. Was willst du denn mehr 🙂

FF ist aber auch deutlich teurer als APS-C, v.a. bei den Objektiven auch viel größer. Nativ ist immer besser.

Ermöglicht aber auch den problemlosen Umstieg auf einen besseren Body. Würde niemals bei Objektiven sparen.

Nativ hier hier leichter und kompakter. Für manchen mag das als besser genügen. Für die meisten Fotografen zählt dann aber doch die optische Leistung. Und ohne die neuen Linsen praktisch getestet zu haben würde ich mich da nicht zu solchen Aussagen hinreißen lassen.

Der Adapter ist nen Loch mit zwei Bajonetten. Wenn man das mechanisch und elektrisch nicht versaut, kann man da nichts verkehrt machen. Aus Kundensicht bekomme ich da aber auch schon wieder nen Schreikrampf, weil Canon den R7-Body nur im Bundle mit Adapter anbietet. Wenn ich schon nen R-Body habe, dann habe ich entweder schon nen Adapter oder brauche eben keinen, weil keine EF-Linsen mehr. Persönlich kann ich mit dem einfachen Adapter nichts anfangen. Ich nutze den EF-RF-Adapter mit Einstellring, weil der aus meiner Sicht deutlich sinnvoller ist. Warum kann ich dann nicht wenigstens den Body ohne den beknackten Adapter kaufen? Oder betreibt Canon hier Zwangs-Lagerräumung, weil keiner mit bisschen Verstand den einfachen Adapter kauft?

Den nächsten Schreikrampf bekomme ich (und wahrscheinlich auch sämtliche R5/R6-Nutzer, die mit ner zusätzlichen R7 für Tierfotografie liebäugeln) bei der Anordnung der Bedienelemente. Gefühlt darf da bei Canon bei jedem Modell der Designerazubi die Positionen einmal komplett durchrühren. Incl. Vermischung mehrerer Elemente (Joystick und Daumenrad). Und WTF, wo ist das Schulterrad? Ergonomisch geht anders.

Moin, Canon RF 70-200mm F2.8L IS USM Objektiv das ist jawohl kein dunkel zoom Canon RF 24-70mm F2.8L IS USM Objektiv

Für mich passt das.

Schön, dass es für dich passt, ich sehe aber keinen Sinn in einer APS-C Kamera und als Objektiv ein schweres und teures FF Objektiv. Die Adapterlösung ist auch nur ein Kompromiss.

Das war vorher auch schon so wenn ich ef 2.8 70-200 an aps-c nutzen wollte. Kommt halt immer darauf an wie ich die Kamera einsetzen will.

Solange Canon die Objektive so teuer verkauft und Dritthersteller nur sehr eingeschränkt dafür produzieren sind die Kameras großer Konkurrenz ausgesetzt. Mir erschließt sich nicht, warum ich mir eine Canon kaufen sollte, wenn es für Sony qualitativ gleichwertige Kameras gibt und deutlich mehr Auswahl in allen Bereichen an Objektiven. Einzige Begründung wäre denke ich wenn ich viel Altglas habe und das adaptiere. Aber das stammt dann wahrscheinlich aus der Spiegelreflexzeit, die inzwischen wirklich rum ist und man hat immer einen leichten Nachteil damit.

Der Adapter soll super funktionieren und EF-Auswahl gibt es auf dem Markt nach wie vor am meisten. Durch die Bank weg auch von Drittherstellern (Sigma, Tamron). Abgesehen teils vom Gewicht her sind die ja super nutzbar. Mit dem Adapter ist die Auswahl der Canon-Objektive – auch ohne Drittanbieter – doch Welten besser als alles sonst so auf dem Markt!?

Eine Alternative ist dann eher Fuji.

Stimmt schon der Adapter funktioniert und es gibt jede Menge Objektive, aber die sind eben nicht nativ für den neuen Anschluss entwickelt. D.h. auf Dauer kauft man sich in ein System ein, dass mittelfristig nicht mehr aktuell sein wird und nicht weiter entwickelt wird. Bis auf ein paar Extremfälle wird man alle gängigen Objektivarten auch bei Sony finden und dort schon für das moderne System. Ich finde es sehr gut dass Canon wieder mehr auch auf APS-C schaut und dafür neue Geräte raus bringt, bisher lohnt es sich für Neueinsteiger aber schlichtweg nicht diese zu kaufen, da die Konkurrenz dem Segment deutlich besser aufgestellt ist.

Der erste Satz ist so leider nicht ganz richtig: Der RF Mount kam bereits 2018 für die EOS R und EOS RP auf den Markt, welche auch Canons „Forcierung“ auf dem spiegellosen Markt begründete (vorher nur halbherzig mit den EOS M). Die R5 und R6 kamen also deutlich später.

Der Adapter für die alten Objektivgenerationen funktioniert übrigens hervorragend. Nachteil ist, dass das ganze dann nicht ganz so schlank ist…

Jau RF-Mount für die Vollformat kam da, aber der RF-S doch nicht!? 🙂

Stimmt, die RF-S objektive kommen erst jetzt mit der R7 und R10.

Mit der R5 und R6 kam aber nichts auf den Markt. Der Artikel impliziert aber was anderes 😉

Hm, lese ich da nach wie vor nicht raus. Lese da: Erst spiegelloses Vollformat z.B. R5, R6. Nun auch APS-C – spiegellose Mittelklasse – an der Reihe mit R7 und R10, daher auch neuer Mount RF-S.

„Mit der Canon R5 und der R6 forcierte Canon vor zwei Jahren den Wechsel zu den spiegellosen Kameras. In diesem Zuge führte man auch den neuen EOS-RF-Objektivmount ein.“

Da kann man eigentlich nicht viel deuten meiner Meinung nach. Da steht: im Zuge der Forcierung führte Canon das rf Bajonett ein.

Ja, sehe ich auch so. Der erste Satz ist falsch.

Bzw. genau genommen ist der zweite Satz ist falsch und der erste nur halb richtig.

Ach siehste, ich hing bei dem danach. Passe ich an danke!

RF-S Mount,was soll das sein?Es gibt RF und RF-S Objektive aber nur einen RF Mount

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